Spätestens der linksextremistische Anschlag auf die Stromversorgung im Berliner Süden zu Beginn des Jahres hat gezeigt, wie verwundbar unsere kritische Infrastruktur ist und wie wichtig eine belastbare Katastrophenvorsorge ist. Der Bezirk Pankow verfügt für solche Lagen über ein leistungsfähiges Notstromaggregat, das im Ernstfall etwa als Katastrophenleuchtturm eingesetzt werden kann. Außerhalb der jährlichen technischen Prüfung wird es jedoch kaum genutzt. Längere Standzeiten können die Zuverlässigkeit erheblich beeinträchtigen, mit dem Risiko, dass es im Ernstfall nicht die erforderliche Leistung erbringt.
Mit einem Antrag unserer Bezirksverordneten David Paul und Sascha Groß fordern wir das Bezirksamt daher aktuell in der BVV auf, eine Verwaltungsvereinbarung mit den zuständigen Landes- und Bundesbehörden abzuschließen. Ziel ist es, das Notstromaggregat regelmäßig in Übungen von Technischem Hilfswerk und Feuerwehr einzubinden. So kann es unter realistischen Bedingungen betrieben und seine Funktionsfähigkeit dauerhaft sichergestellt werden. Nur so ist es im Ernstfall eine echte Absicherung.

