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Mehr Praxis, mehr Chancen: „Unternehmen mit Klasse“ nach Pankow holen

20. April 2026

Das Bezirksamt wird ersucht, sich gegenüber den Schulen im Bezirk, den Elternvertretungen sowie dem Senat von Berlin dafür einzusetzen, dass die Initiative „Unternehmen mit Klasse“ auch im Bezirk Pankow zur Anwendung kommt, insbesondere unter gezielter Einbindung von Handwerksbetrieben sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die ihren Sitz in Pankow haben oder dort tätig sind.

Hierzu soll das Bezirksamt zunächst Kontakt mit dem Initiator der Initiative „Unternehmen mit Klasse“ aufnehmen und prüfen, inwiefern eine Ausweitung der Initiative auf den Bezirk Pankow seitens des Initiators unterstützt und begleitet werden kann.

Auf dieser Grundlage soll das Bezirksamt insbesondere:

  • die Schulen im Bezirk über die Initiative informieren und zur Teilnahme ermutigen,
  • gezielt kleine und mittlere Unternehmen aus Pankow für eine Beteiligung an der Initiative ansprechen und gewinnen,
  • die Zusammenarbeit zwischen Schulen, lokalen KMU und zivilgesellschaftlichen Akteuren fördern,
  • sich gegenüber der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie für eine berlinweite Unterstützung der Initiative einzusetzen,
  • sowie geeignete Pilotprojekte im Bezirk initiieren oder begleiten, die insbesondere die Kooperation mit KMU stärken.

Begründung:

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bilden das Rückgrat der lokalen Wirtschaft im Bezirk Pankow. Sie sind nicht nur bedeutende Arbeitgeber, sondern auch zentrale Akteure in der beruflichen Ausbildung und Fachkräftesicherung. Gleichzeitig stehen viele dieser Unternehmen vor der Herausforderung, geeignete Auszubildende zu gewinnen und frühzeitig Kontakte zu potenziellen Nachwuchskräften aufzubauen.

Die Initiative „Unternehmen mit Klasse“ bietet einen geeigneten Rahmen, um Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen strukturiert zu fördern. Voraussetzung für eine erfolgreiche Übertragung auf den Bezirk Pankow ist jedoch, dass eine enge Abstimmung mit dem Initiator der Initiative erfolgt. Nur so kann sichergestellt werden, dass bestehende Konzepte, Qualitätsstandards und Netzwerke sinnvoll genutzt und weiterentwickelt werden.

Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten zeigen, dass die Wirksamkeit solcher Initiativen maßgeblich davon abhängt, ob sie koordiniert, verlässlich und in enger Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Trägern umgesetzt werden. Eine frühzeitige Einbindung des Initiators gewährleistet daher nicht nur fachliche Qualität, sondern erhöht auch die Erfolgsaussichten einer nachhaltigen Implementierung im Bezirk.

Durch die gezielte Einbindung kleiner und mittlerer Unternehmen aus Pankow können Schüler praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt vor Ort erhalten. Gleichzeitig profitieren die Unternehmen von der Möglichkeit, frühzeitig Nachwuchskräfte kennenzulernen und für Ausbildungswege zu gewinnen. Gerade KMU verfügen häufig nicht über umfangreiche Ressourcen zur eigenständigen Nachwuchsgewinnung, sodass strukturierte Kooperationsformate eine wichtige Unterstützung darstellen.

Zudem stärken lokale Kooperationen die Identifikation junger Menschen mit ihrem Bezirk und eröffnen konkrete berufliche Perspektiven im unmittelbaren Lebensumfeld. Dies trägt sowohl zur Stabilisierung regionaler Wirtschaftsstrukturen als auch zur Verbesserung individueller Bildungs- und Erwerbsbiografien bei.

Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll und geboten, die Initiative „Unternehmen mit Klasse“ unter enger Abstimmung mit dem Initiator sowie mit einem klaren Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen im Bezirk Pankow zu prüfen und – bei positiver Bewertung – schrittweise umzusetzen.